Tapen bei Rückenschmerzen

Tapen bei Rückenschmerzen: Diese Tape-Anlagen helfen!

Wusstest du, dass jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland überwiegend im Sitzen arbeitet? Das sind über 20 Millionen Menschen, die jeden Tag einen Großteil ihrer Zeit in einer ungesunden Haltung verbringen. Rückenschmerzen, ein steifer Nacken, Übergewicht… die Liste der möglichen Folgen von dauerhaftem Sitzen und zu wenig Bewegung lässt sich endlos fortführen.

Langfristig gesehen heißt die Devise für einen gesunden, starken Rücken: Bewegung und Training! Denn die Bauch- und Rückenmuskulatur baut sich durch zu wenig Aktivität im Alltag mit der Zeit immer weiter ab. Gleichzeitig kommt es zu Verkürzungen der Muskulatur und der umgebenden Faszien und die Durchblutung verschlechtert sich.

Doch was lindert schnell akute Rückenschmerzen? Den Rücken zu tapen!

Warum hilft das Kinesiologische Tapen bei Rückenschmerzen?

Kinesiologische Tape-Streifen können an der schmerzenden Stelle, aber sehr oft auch an einem weiter entfernten Körperteil angebracht werden, um positiv auf ein Schmerzproblem einzuwirken.
Das lokale Bekleben der Haut bzw. von Reflexzonen (entwicklungsgeschichtliche Verbindungen) sorgt über Hautrezeptoren für neue Informationen bzw. zu „Gegenreizen“, die das Beschwerdebild verbessern können. Außerdem wurde festgestellt, dass die richtige Muskeltechnik die Zuschaltbarkeit der Muskeln verbessern kann, die beim Schmerz in eine Abwehrspannung versetzt werden. Das Tape hebt die Haut an und ermöglicht wieder „bessere“ Bewegungen. Dadurch wird die „Durchsaftung“ der Gewebe und der Zu- und Abfluss über das Gefäßsystem verbessert.
Für viele Sportler und Patienten wirkt das K-Active® Tape außerdem wie eine psychische Stütze.

Nachdem Schmerz und Bewegungsmöglichkeit verbessert sind, kann ein spezifisches Training die Schmerzproblematik und Inaktivität verbessern.

Tape-Anleitung: Nacken

„Die Angst sitzt mir im Nacken“ – diesen Spruch hast du sicher schon einmal gehört. Nicht nur bei Tieren stellen sich in Stresssituationen die Nackenhaare auf. Auch der Mensch erhöht die Spannung in seinem Nacken, um besser auf Stress vorbereitet zu sein. Früher war dies nötig, um rasch die Flucht ergreifen oder in den Angriffsmodus verfallen zu können; heutzutage verharrt der Mensch allerdings eher in Bewegungsarmut.
Auch die visuellen Reize, die wir mit den Augen aufnehmen, haben einen großen Einfluss auf die Spannung unserer Nackenmuskulatur. Wurde der Mensch ursprünglich für eine langsame Fortbewegung geschaffen, so stellt eine Autofahrt mit beispielsweise 160 km/h bereits eine erhebliche neuronale Mehranforderung dar. Nach einiger Zeit ziehen wir automatisch die Schultern nach oben, um diese sensorischen Informationen besser verarbeiten zu können.

Um der Nackenmuskulatur Linderung zu verschaffen, haben sich vor allem die Muskel- und die Ligamenttechnik bewährt. Durch eine Testung (K-Active® Assessment) erfährt man, ob eine Muskel- oder eine Ligamenttechnik und welche Anlagerichtung sinnvoll ist.

In unserem Beispiel befindet sich die Basis der Muskeltechnik im Bereich der Brustwirbelsäule. Die Basis wird in Neutralposition angelegt; der Patient geht anschließend in die optimale, dem Schmerz angepasste Vordehnung. Die Zügel werden ohne Zug angelegt und dann der Kleber durch Reibung aktiviert. Geht der Patient zurück in die Neutralstellung, dann zeigen sich Wellen, die sogenannten „Convolutions“.

Bei der Ligamentechnik wird der mittlere Teil des Tapes gedehnt und dann – in unserem Fall (Muskeltechnik vorher appliziert) – in der Vordehnung des Patienten angelegt.

Beide Tape-Techniken erzeugen somit verschiedenste sensorische und mechanische Informationen, die es dem Körper erleichtern in die Selbstheilungsphase überzugehen.

Tape-Anleitung: Unterer Rücken

Die Wirbelsäule überträgt hohe mechanische Kräfte auf den Beckenring. Unter anderem deshalb entstehen genau dort häufig Überlastungen. Die bereits erwähnte Bewegungsarmut führt zusätzlich noch zur Reduzierung der Muskelkraft und der Ansteuerung der Muskeln. Häufiges Sitzen sorgt außerdem für eine eingeschränkte Atmung, was die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid verringert. Außerdem „bewegt“ jeder Atemzug auch unsere inneren Organe, die ebenfalls Einfluss auf unsere Rückengesundheit haben können.

Wie bei der Nackenanlage eignen sich die genannte Muskel- und die Ligamenttechnik auch für Schmerzproblematiken im Bereich des unteren Rückens. Sollten diese nicht zum gewünschten Erfolg führen, dann können noch weitere Überlegungen angestellt werden: Auch die Bauchmuskulatur oder das Diaphragma (Zwerchfell) kann bei Störungen einen negativen Einfluss auf den Rücken haben. Und die große Anzahl an Reflexpunkten (z. B. Blase, Kopf, kleines Becken, Darm etc.), die sich im Bereich des Kreuzbeines und des unteren Rückens befinden, können durch die sogenannten cuti-viszeralen Reflexe (Haut-Eingeweide-Reflexe) ebenfalls Schmerzen auslösen.

Nach einer entsprechenden Testung können also auch diese Körperstellen in das Therapiekonzept eingebunden und getaped werden.

Beste Vorbereitung gegen Rückenschmerzen

Mit diesen beiden Tape-Anlagen bist du jetzt also perfekt gegen potenziell auftretende Rückenschmerzen gewappnet! Jetzt brauchst du dir keine Gedanken mehr vor langen Bürotagen, an denen du kaum Bewegung findest, machen. Mit der stützenden Wirkung der Tapes kannst du deinen Rücken entlasten und ihm ein wenig Entspannung gewähren.

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2021-03-15T15:26:43+01:00
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