Schröpfen: Durchführung, Wirkung und Anwendungsbereiche

Schröpfen: Durchführung, Wirkung und Anwendungsbereiche

Lesezeit: 9 Minuten | Datum: 26.01.2022

Es ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt: Schröpfen hat seine Ursprünge in der Traditionellen Chinesischen Medizin, wird aber seit Jahrtausenden auch in etlichen anderen Kulturen praktiziert. Geschröpft wurde früher mit Gefäßen aus Metall oder auch mit Kuhhörnern und Bambusstücken.
Die modernen Ärzte, Therapeuten und Heilpraktiker greifen  heute allerdings lieber zu Schröpfköpfen aus Glas oder Silikon. Beim Schröpfen werden Schröpfgefäße auf die Haut gesetzt, die auf der Haut ein Vakuum erzeugen, um Flüssigkeiten zu verschieben und Strukturen zu dehnen.
Dadurch werden intensiv Stoffwechsel- und Heilungsprozesse im Körper angeregt und gleichzeitig lokale Verspannungen und Schmerzen behandelt.

Wie funktioniert Schröpfen?

Beim Schröpfen werden Schröpfgläser oder Schröpfköpfe aus Silikon auf der Haut angebracht.
Diese saugen sich mittels Unterdruck an der Oberfläche fest und ziehen das Gewebe nach oben.
Das Vakuum wird überwiegend durch manuelles (bei Silikon-Cups) oder mechanisches (bei Gläsern) Pumpen erzeugt. Durch das Absaugen der Luft hebt sich die Oberhaut von den darunter liegenden Schichten ab. Eine Schröpftherapie kann punktuell mit nur einem Schröpfgefäß, oder großflächig mit mehreren Gefäßen durchgeführt werden. Abhängig vom Ziel der Therapie können Anwendungen lokal, aber auch dynamisch durchgeführt werden, je nachdem welche Therapieziele man hat.

Was bewirkt Schröpfen?

Durch das Anheben der Haut werden Strukturen gedehnt, Rezeptoren aktiviert, Flüssigkeiten zwischen den Zellen verschoben und die Zirkulation über die Gefäße verbessert. Und das bewirkt sehr viel Gutes! Der Unterdruck erreicht nämlich nicht nur die unterschiedlichen Haut-, sondern auch tiefere Gewebsschichten. So wird der Stoffaustausch zwischen den Zellen erhöht, die Durchblutung gefördert und die Zellen und Gewebsschichten werden intensiver mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schröpfen kann Verklebungen in Muskeln und Faszien reduzieren und sogar lösen und kann in dem Zuge auch den Bewegungsradius verbessern.

Arten des Schröpfens

Schröpfen kann man auf verschiedene Weise: Trocken, blutig, oder mithilfe von Öl, in Form einer Massage. Welche Methode die Richtige ist, hängt jeweils von den Beschwerden und der Beschaffenheit des myofaszialen Systems ab. Vor der Behandlung wird die Körperstelle, in den meisten Fällen der Rücken, nach faszialen Verklebungen und Myogelosen abgetastet. Myogelosen sind tastbare, meist schmerzhafte Muskelverhärtungen, die vorwiegend durch Überanstrengung oder Fehlbelastung entstehen.

Das trockene Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen werden Schröpfgläser oder Schröpfköpfe aus Silikon auf der Haut angebracht, dem mit einer Pumpe oder durch Erhitzen der Gläser ein Unterdruck erzeugt wird.
Trockenes Schröpfen wird vor allem bei permanenten muskulären Beschwerden angewandt.

Das blutige Schröpfen

Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Anbringen der Schröpfköpfe desinfiziert und mit dünnen Nadeln angeritzt. Nach dem Aufsetzen der Schröpfgläser tritt Blut aus der Haut und läuft in die Schröpfgefäße. Blutiges Schröpfen wird in Deutschland einzig von Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt.

Die Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird die Haut vor Beginn der Behandlung teilweise eingeölt. Die Schröpfgläser oder Schröpfköpfe werden dann großflächig auf der betroffenen Körperstelle hin- und her bewegt. Die Schröpfkopfmassage ist eine Kombination aus trockenem Schröpfen und einer durchblutungsfördernden Massage.

Für wen eignet sich eine Schröpftherapie?

Ob Kleinkinder, ältere Menschen, Sportler, Arbeitnehmer in Büros oder auf Baustellen – Myogelosen, Stoffwechselprobleme und Durchblutungsstörungen können jeden betreffen. Demnach kommt das Therapieverfahren für jedermann infrage. Schröpfen gilt als sehr sicheres, nebenwirkungsarmes Behandlungsverfahren. Schröpfen kann auch helfen, Kopfschmerzen zu lindern, den Blutdruck zu senken und Verdauungsstörungen zu überwinden.

Welche Stellen behandelt man mit Schröpfköpfen?

Am häufigsten werden beim Schröpfen Körperpartien wie Rücken, Arme und Beine behandelt.
Die Therapiemethode kann aber im Grunde genommen an jeder chronischen oder akut verspannten Körperstelle angewendet werden. Über Knochen sollte nicht blutig geschröpft werden und im Nackenbereich sollte man nicht Trockenschröpfen. Aufs Schröpfen verzichten sollte man bei Entzündungen oder Verletzungen der Haut, Sonnenbrand oder bei sehr empfindlicher Haut.

Schröpfkopfmassage mit Silikoncups – so einfach geht´s:

  • Trage bei Bedarf Massageöl auf die zu behandelten Stellen auf.
    Beachte aber: ohne Öl sind die durch die Massage verursachten Reize und deren reflektorische Wirkung größer.
  • Setze den Schröpfkopf auf die Haut auf.
  • Drücke den Cup zusammen und lasse ihn dann los.
  • Zur Schröpfmassage schiebst du das Massagetool auf der Hautoberfläche hin und her.
  • Um den Schröpfkopf wieder zu lösen ist nur ein erneutes Zusammendrücken nötig und der Cup löst sich von der Haut.

Warum entstehen beim Schröpfen blaue Flecken?

Nach einer Schröpftherapie bleiben oft große, kreisrunde Blutergüsse, die oft mehrere Tage bis Wochen auf der Haut sichtbar sind. Diese werden durch den Unterdruck beim Schröpfen erzeugt und sind kein Problem und verschwinden wieder.

Silikon Schröpfglocke vs. Schröpfglas – was passt zu dir?

  • Du bist Arzt oder Therapeut und möchtest professionell trockenes oder blutiges Schröpfen durchführen? Dann raten wir dir zu unseren Sauggläsern mit Ball zum Pumpen!
  • Du möchtest das effektive Schröpfverfahren nutzen, um Schmerzen und Faszienverklebungen selbst zuhause zu behandeln? Dann empfehlen wir dir die Schröpfmassage mit unseren BellaBambis! Die bunten Silikoncups eignen sich perfekt für eine wohltuende Massage und helfen dabei, Verspannungen zu lösen und Faszien zu lockern.

Natürlich sind die BellaBambis auch für Therapeuten das perfekte Therapietool, um ihren Patienten eine sanfte Schröpfkopfmassage zu bieten.

Die weichen Silikoncups gibt es in verschiedenen Intensitäten und Größen und sind die optimale Ergänzung in jeder Praxis, um die Therapie individuell an den Patienten anzupassen.

Verwendete Produkte

BellaBambi® by K-Active® Sensitive

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BellaBambi® by K-Active® Vitality

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