Die Schwangerschaft – eine ganz besondere und spannende Zeit im Leben einer werdenden Mutter, aber auch natürlich auch für die ganze Familie. Sie bringt aber nicht immer ausschließlich positive Effekte mit sich.

Neben den „Mutterfreuden“ entwickeln sich durch die Veränderungen im Körper der Schwangeren oft auch negative Problematiken. So kann es beispielsweise zu Beginn der Schwangerschaft zu Unwohlsein kommen, es entwickeln sich Einschränkungen in der Beweglichkeit und teilweise auch Schmerzen.
Die Verabreichung von Medikamenten ist in dieser Zeit nahezu unmöglich, da das ungeborene Kind diese Stoffe über den gemeinsamen Blutkreislauf ebenfalls aufnimmt. In solchen Fällen bietet sich häufig das Kinesiologische Taping an: es kann gewisse Probleme deutlich und nahezu Nebenwirkungsfrei reduzieren. Die Tape-Anlage sollte allerdings durch einen erfahrenen Arzt oder Therapeuten erfolgen, denn eine Schwangerschaft stellt immer eine besondere und individuelle Situation dar und die Kontraindikationen sollten bekannt sein.
Zusätzlich zu diesen Voraussetzungen ist es beim Kinesiologischen Taping (nach der Philosophie von K-Active®) wichtig, dass nicht leichtfertig geklebt, sondern der Körper vor der Anlage mittels eines taktilen Stimulus durch die Hand des Therapeuten oder Arztes befragt wird. Die Rückmeldung zeigt, an welcher Körperstelle und mit welcher Anlagetechnik die Schmerzen reduziert werden können.


Fallbeispiel
Im folgenden Fall traten Schmerzen nicht bei Beugung, aber hauptsächlich bei Streckung der Wirbelsäule auf. Diese schmerzhafte Bewegung diente als Parameter, ob sich der Schmerz durch entsprechende Stimuli verbesserte.

Nun kam die ganzheitliche Untersuchungsmethode von K-Active® zum Einsatz. So wurde beispielsweise das Kiefergelenk überprüft, bei welchem sich nach einem bestimmten Stimulus eine Schmerzreduktion ergab. In der Folge wurde ein CrossTape im Bereich des Kiefergelenks angelegt, während der Mund leicht geöffnet war.

Lokale Überprüfungen am unteren Rücken führten zu einer Muskelanlage mit der Basis am Sakrum und einer Ligament-Technik auf dem Hauptschmerzpunkt.

Da die Schmerzen noch nicht vollständig verschwunden waren, wurden nun Testungen am Bauch vorgenommen. Eine Korrektur-Technik im Verlauf der schrägen Bauchmuskeln führte schließlich zu umfassender Schmerzfreiheit.

Bei einem Treffen nach einer Woche berichtete die werdende Mutter, dass sie seither schmerzfrei war und sogar ein erholsames Wellness-Wochenende mit Ihrem Mann genießen konnte.


Autor
Siegfried Breitenbach
Geschäftsführer K-Active Europe GmbH
Inhaber der Lizenz-Sportphysiotherapie des Deutschen Olympischen Sportbundes