Eine der häufig vorkommenden Sportverletzungen – das Supinationstrauma

Definition allgemein:
Unter dem Begriff „Supination“ (lat. für zurückgebogene Stellung) wird in der Traumatologie, Orthopädie und der Sportmedizin die gewaltsame, unnatürliche heftige Überdehnung des außenseitigen Halteapparates (Gelenkkapsel, Bänder, Sehnen und Knochen) des Sprunggelenkes nach innen verstanden. Dies kann zu Blutergüssen und Schwellungen führe.

Ergänzende Informationen:
Sehr oft wird diese Verletzung nur lokal betrachtet und dann entsprechend auch therapiert. Bei  dieser Verletzung kommt es aber nicht sofort zu Zerreißungen, sondern es werden z. B.   durch die Krafteinwirkung des Kapselbandapparates bzw. der Muskeln Knochen (z.B. Talus   und Fibula) in eine falsche Position gezogen. Werden diese Dislokalisationen nicht direkt nach   dem Trauma beseitigt, stellen sie die Grundlagen für Rezidive in der Region dar. Darüber   hinaus können nicht physiologische Kräfte entsprechende Problematiken in anderen   Körperregionen auslösen. Abgeleitet von diesen Verletzungsmechanismen müssen  anschließend ganzheitliche Therapieansätze zur Anwendung kommen.

Erfahrungsbericht:
Supinationstrauma eines Sportlers

Beim Lauf am Sonntag zog sich der Sportler ein massives Supinationstrauma zu. Nach einer Erstversorgung wurde im Krankenhaus eine Röntgenaufnahme gemacht, um einen Bruch auszuschließen. Anschließend wurde ein leichter Salbenverband angelegt.

Da am Sonntagabend keine Behandlung mehr möglich war, wurde auf telefonisches Anraten des Therapeuten das verletzte Gebiet mehrmals mit der K-Active First Aid Creme versorgt und mit einer in kaltem Wasser getränkten Ideal-Binde umwickelt. Damit wurde eine Kühlung sowie Kompression für das verletzte Gebiet gewährleistet und die Selbstheilung mittels der aktivierten Spurenelemente und des niedrigen pH-Werts der K-Active First Aid Creme aktiviert. In den Zwischenzeiten und über Nacht wurde dann eine trockene Ideal-Binde angelegt, um die Kompression konstant fortzusetzen. Eine Entlastung der verletzten Strukturen mit Gehstützen sowie das Hochlagern, auch in der Nacht, wurde empfohlen.

Bei der Vorstellung beim Therapeuten hatte sich dennoch eine Schwellung im Bereich lateraler (seitlicher) Knöchel und Vorfuß ergeben. Schmerzen bei Bewegungen im Bereich des Sprunggelenkes sowie sehr hohe Druckschmerzhaftigkeit im Bereich des ventralen Malleoleus (vorderen Knöchelbereiches) wurden vom Patienten geschildert. Um im ersten Therapieschritt das Volumen der Schwellung zu reduzieren, wurden die ableitenden sowie lokalen Lymphwege mittels manueller Lymphdrainage aktiviert und dann zweimal das Flossing eingesetzt. Mittels des Flossbandes wurde eine verstärkte Kompression in der Region erzeugt, um die Flüssigkeitseinlagerungen abzutransportieren – unter gleichzeitiger Bewegung des Fußes im schmerzfreien Raum.

Durch die reduzierte Schwellung werden nun weniger Dehnungs- und Schmerzrezeptoren aktiviert, die Transportstrecken für den Flüssigkeitsaustausch reduziert und somit die Normalisierung und Heilung der verletzten Strukturen begünstigt. Anschließend wurde die Position des Talus (Sprungbeines) und der Fibula (Wadenbeines) mittels Mulligantechniken (Spezielle manuelle Technik) korrigiert, um sie wieder in die richtige Position zu bringen, mit dem Ziel damit Dislokalisationen und somit chronische Reizungen, die ebenfalls die Heilung behindern würden, zu beheben.

Basierend auf der Lehre des Faszien-Distorsions-Modells wurde Druck im Bereich der schmerzhaften Konturen des Malleoleus lateralis ausgeübt, bis der Schmerz nach Rückmeldung durch den Patienten deutlich nachließ. Zusätzlich wurde eine schmerzhafte Linie, die ebenfalls vom Patienten angegeben wurde, mittels einer Triggerband-Technik durch den Therapeuten mehrmals gezogen; unterbrochen von aktiven Bewegungen des Patienten.

Bei den Tapetechniken kamen folgende Anlagen zum Einsatz:

  1. Mulligentechnik (Holdtechnik) zur Korrektur der Fibula nach dorso medial proximal
  2. Lymphfächer lateral und medial zur Optimierung des Lymphabflusses
  3. Webcut über dem Vorfuß, um zusätzlich Einfluss in Form einer Kompression auf die Schwellung zu nehmen

Um eine frühe Belastung zu ermöglichen bzw. einen verstärkten Halt für die Ausheilung zu gewährleisten, wurde für die Verschalung ein Sporttape verwandt. Über eine Unterzugbinde wurde ein klassischer Sprunggelenksverband angelegt und mit einer 8er-Tour nochmalig verstärkt.
Anschließend wurde noch biomechanische Stimulation nach Dr. Nasarov angewandt, um u. a. den Schmerz zu reduzieren und den Lymphabfluss und die Selbstheilung zu unterstützen. Weiterhin wurde empfohlen, ober- und unterhalb des Verbandes die K-Active First Aid Creme mehrfach am Tag aufzutragen.Sofort nach der Therapie und der Tapeanlage wurde eine deutliche Schmerzverbesserung vom Patienten geschildert.

Der betroffene Sportler stand zu diesem Zeitpunkt als „mitarbeitender“ Unternehmer im Baugewerbe unter erheblichem geschäftlichen Zeitdruck und wollte sofort wieder aktiv werden. Trotzdem wurde dem Patienten empfohlen, nicht zu arbeiten und Gehstützen zu benutzen, um das Gelenk nicht zu belasten und es möglichst hoch zu lagern.

Dies wurde nur bis zum späten Nachmittag eingehalten und da sich das Beschwerdebild bis dahin deutlich gebessert hatte, wurden die Gehstützen zur Seite gelegt und schon wieder nahezu schmerzfrei  belastet. Die Wiederaufnahme der Arbeit erfolgte schon am nächsten Morgen (2. posttraumatischer Tag), mit nur noch kurzem Anlaufschmerz und kaum Schmerzen während den Belastungen.

Bei der Wiedervorstellung nach zwei Tagen war die Schwellung und der Schmerz deutlich reduziert sowie das Hämatom schon in einer sehr guten Abbauphase.

Die Therapien wurden angepasst wiederholt und entsprechende Tapes angelegt, wobei diesmal die Verschalung mittels K-Active Tape Sport durchgeführt wurde. Damit wurde die mechanische Unterstützung dem Beschwerdebild nach angemessen reduziert, aber es dem Patienten ermöglicht, wieder duschen zu gehen, was mit dem Sporttape nicht möglich ist, das dieses nach Verbindung mit Wasser abgenommen werden muss.

Das Beschwerdebild verbesserte sich im Laufe der Woche fast vollständig, sodass die normale Arbeitszeit von 8 – 10 Stunden wieder geleistet werden konnte.

Zusammenfassung
Wichtig nach Verletzungen ist es, entsprechend der modernen Sportphysiotherapie, dass nach einer sofortigen Akutversorgung eine ärztliche Abklärung erfolgt. Eine dann sofortig eingeleitete, ganzheitliche Therapie mit den unterschiedlichen Methoden und Produkten reduziert die Zeit der Verletzung und somit der Krankentage oder den Zeitpunkt bis zum „Return to play“.

Nutzen auch Sie diese ganzheitlichen therapeutischen Möglichkeiten! Bewährt im Spitzensport – auch für Ihre Patienten anwendbar!

Autor
Siegfried Breitenbach
Geschäftsführer K-Active Europe GmbH
Inhaber der Lizenz-Sportphysiotherapie des Deutschen Olympischen Sportbundes