5 Tipps für erfolgreiches Taping an Tieren

5 TIPPS FÜR ERFOLGREICHES TAPING AN TIEREN

Weltweit schwören die verschiedensten Menschen auf Kinesiologisches Taping: Ärzte, Therapeuten und Trainer, Patienten und Sportler, Jung und Alt. Dass sogar Tiere von der Therapiemethode profitieren können, ist längst bekannt. Beim Tier-Taping muss allerdings einiges beachtet werden. Welche Tipps du für eine erfolgreiche Tape-Anlage am Tier unbedingt beachten solltest, das erfährst du in diesem Beitrag.

Viele Tierärzte, -therapeuten und -heilpraktiker sind mit der Methode des Kinesiologischen Taping seit vielen Jahren vertraut. Aber auch als Pferde- oder Hundebesitzer ohne medizinische Vorkenntnisse kann man versuchen, seinen vierbeinigen Lieblingen mit der Anlage eines bunten Tapes zu helfen.

In der heutigen Zeit beschränkt sich Kinesiologisches Tier-Taping noch zumeist auf Pferde oder Hunde. Dabei gibt es natürlich einen offensichtlichen und signifikanten Unterschied zum Mensch: Die Tiere sind beinahe komplett in Fell gehüllt. Damit dieser Umstand deine Taping-Möglichkeiten nicht einschränkt, kannst du ganz einfach die folgenden 5 Tipps beachten:

Tipp 1: Langes Fell rasieren

Auf zu langem Fell geht der Effekt des Tapes auf die Haut und die darunterliegenden Strukturen verloren. Bei kürzerem Fell jedoch werden nicht nur die Haare, sondern dadurch auch die Haut angehoben (siehe Foto). Der Einfluss des Tapes auf den Körper ist dadurch ähnlich wie bei einer Anlage am Menschen. Hat dein Hund oder dein Pferd zu langes Fell, dann solltest du es kürzen oder ganz rasieren.

Das Tape haftet auf dem Fell und hebt dieses an.

Tipp 2: Fell reinigen

Auf verschmutztem oder fettigem Fell kann die Haftung des Klebers nicht garantiert werden. Reinige die betroffene Körperstelle daher rechtzeitig und lasse sie vollständig trocknen. Hilfsmittel sind dabei nicht verboten: Spezielle Reinigungssprays können dabei helfen, schmutzige und/oder fettige Stellen zu säubern.

Tipp 3: Ecken des Tapes abrunden

Bei Tieren verhält es sich wie beim Menschen: Die Ecken lösen sich als erstes. Runde daher auch beim Tier-Taping die Ecken des Tapes sorgfältig ab, um zu verhindern, dass das Tape vorzeitig an Halt verliert.

Tipp 4: Tape anreiben

Vor allem beim Aufkleben auf Fell sollte dafür gesorgt werden, dass der Kleber des Tapes richtig aktiviert wird. Reibe das Tape daher nach der Anlage direkt sorgfältig an. Durch die Reibungswärme haftet der Kleber und dadurch natürlich auch das Tape besser an den Haaren.

HAFTUNG AUF FELL

Grundsätzlich gilt, dass das Tape zwischen einem und fünf Tagen auf dem Fell haftet. Das kommt auch auf die Körperstelle an: Pferde wälzen sich oder reiben sich an den Beinen, Hunde knabbern am Tape herum. All das verkürzt die Anlagedauer.
Um den Halt des Tapes zusätzlich zu verstärken, kann mit Sprühklebern gearbeitet werden.

Tipp 5: Von einer weiteren Person unterstützen lassen

Wenn für die Tape-Anlage gewisse Körperteile vorgedehnt werden müssen, dann ist das mit Tieren nicht ganz so einfach wie mit Menschen. Den menschlichen Patienten weist man einfach an, eine bestimmte Bewegung auszuführen. Bei unseren tierischen Patienten stoßen wir da eher an unsere kommunikativen Grenzen. Daher ist es oftmals sinnvoll, eine dritte Person zur Unterstützung dabei zu haben. Sie kann Gliedmaßen dehnen, während das Tape angeklebt wird, oder dem Tier auch einfach beruhigend zur Seite stehen. Das ist vor allem bei nervösen Patienten von großem Vorteil.

Eine helfende Hand kann vor allem beim Taping von Pferden nützlich sein.
Außerdem kann die zusätzliche Person das Tier beruhigen.

Auch bei der Arbeit mit Hunden ist es oft sinnvoll, eine weitere Person dabei
zu haben, die beispielsweise bestimmte Körperteile dehnen kann.
(Foto: ©Carolin Caprano)

Fazit:

Du siehst: Auch das Taping bei Hunden und Pferden ist kein Hexenwerk. Wenn du einige grundsätzliche Tipps beachtest, kannst du deinem flauschigen Liebling genauso helfen wie Menschen.

BUCHTIPPS:
Einführung in das Kinesiologische Taping bei Pferden
und
Einführung in das Kinesiologische Taping bei Hunden

Autorin Carolin Caprano vermittelt die Entstehungsgeschichte sowie das theoretische Grundwissen zum Kinesiologischen Taping. Die praktische Umsetzung der Techniken speziell am Pferd oder am Hund erklärt sie anschaulich mit zahlreichen Fotos und Fallbeispielen.

SHOP NOW

AUCH INTERESSANT FÜR DICH:

Patientenbericht

Der Einsatz des Cryopush by K-Active® nach Hüfttotalendoprothese Können Schmerzen und Beschwerden, die durch einen Gelenkverschleiß am Hüftgelenk [...]

INTERVIEW: SV WERDER BREMEN

INTERVIEW: ADIS LOVIC PHYSIOTHERAPEUT BEIM SV WERDER BREMEN K-Active®: Sie sind als Physiotherapeut Teil des Betreuerteams von SV [...]

2021-08-18T10:39:52+02:00
Go to Top