Wie eine Impfung die Therapie primärer Problematiken erschweren kann

Eine Impfung, wie beispielsweise die Immunisierung gegen COVID-19, führt im Körper zu diversen Reaktionen. Eine davon: Erhöhte Entzündungswerte im Blut. Wie der Patient dadurch in eine Flexorendominanz gedrängt und somit die Therapie der eigentlichen Beschwerden behindert wird, das erklärt David Boeger in diesem Video:

Die Kettenreaktion nach der Impfung

Nach der Impfung durchlaufen die Entzündungsmediatoren den Blutkreislauf und landen anschließend in der Leber. Infolgedessen erhöht sich deren Volumen. Die Folgen:

  • Über das Pfortadersystem entwickelt sich ein venöser Rückstau im gesamten Verdauungstrakt. Es entsteht Druck auf den Schenkelkanal, was sofort eine venöse Stauungsproblematik in den unteren Extremitäten zur Folge hat.
  • Der venöse Stau in die Organsäule führt zu einer Flexorendominanz und zwingt den Patienten in eine gebeugte Körperhaltung.
  • Durch ihre Volumenvergrößerung drückt die Leber gegen das Zwerchfell, blockiert dadurch die Bauchatmung und führt den Patienten zu einer verstärkten Halsatmung. Die Atemhilfsmuskulatur, die bei „normalem“ Atmen nur eine untergeordnete Rolle spielt, wird dadurch stärker belastet. Dadurch verengt sich die vordere Skalenuslücke. Das hat eine eine Kompression der Vena Subclavia zur Folge.
  • Der unilaterale venöse Rückfluss der geimpften Körperseite beginnt sich jetzt in die Muskulatur des Schultergürtels und in das Gewebe der Brustregion zu stauen.
  • Das Unterhautfettgewebe der betroffenen Körperregion erfährt einen venösen Rückstau. Dies kann eine deutliche Erhöhung der Hautspannung zur Folge haben und ist dann bis in die Fußregion mit einem, im Seitenvergleich durchgeführten, Hautfaltentest nachweisbar.

Die Läsionskette nach der Impfung

  • Die Impfung löst eine lokale Entzündung in der Delta-Region aus. Das dadurch entstandene Narbengewebe verklebt das betroffenen Haut-, Faszien- und Muskelgewebe miteinander. Die erhöhte Spannung der Muskelfaszie des Kappenmuskels, dem M. deltoideus, überträgt sich auf alle Faszienketten der vorderen, seitlichen und rückwärtigen Hals-, Kopf- und Rumpfregion und verändert die Statik des Körpers zum Negativen.
  • Der Kappenmuskel hat ebenfalls eine strukturelle Verbindung zur Achselfaszie. Somit kann die Impfnarbe eine Kompression der Achselvene verursachen. Der dadurch ausgelöste venöse Rückstau in das Unterhautfettgewebe kann zu einer Erhöhung der Hautspannung in der gesamten betroffenen Körperhälfte führen. Dies lässt sich z.B. mit einem – im Seitenvergleich – durchgeführten Hautfaltengriff feststellen.
  • Der venöse Rückstau kann sich aber auch in der Muskulatur des betroffenen Armes als „Muskelverkürzung“ und damit als Bewegungseinschränkung der Flexorenkette bemerkbar machen.

Diagnose der Reaktions- und Läsionsketten

  • Basisbewegung maximal gestreckte Arme

  • Lordosierung in der Lendenwirbelsäule
  • Passive Streckfähigkeit der Lenden- und Brustwirbelsäule
  • Beweglichkeit der Hüfte: Maximale Beugung und Spreizung der Hüftgelenke
  • Horizontale Translation der Rippen auf Höhe der Leber nach links (in liegender Position) testet die „Kompressionsfähigkeit“ der Leber

Reaktionsketten vor Läsionsketten behandeln

Bevor man mit der Behandlung der Läsionskette, der Impfnarbe, am Deltamuskel beginnen kann, muss man sich im ersten Schritt der Reaktionskette, also der Entstauung der Leber, widmen.

Behandlung der Reaktionsketten

Mit dem Hautfaltengriff auf der lateralen Seite des Thorax wird ein Sog erzeugt, der das Venensystem der Leber dekomprimiert.
Zur weiteren Entstauung platziert der Therapeut seine Fingerkuppen unter der Leber und lässt den Patienten 10 Mal stark „gegen die Hand“ atmen. Die Leber wird bei jedem Atemzug zwischen Zwerchfell und Hand wie ein Schwamm „ausgequetscht“.
Nach erfolgreicher Behandlung sollte der Patient in der Lage sein, tiefer atmen zu können. Die Halsmuskeln entspannen sich und es kann auf das Lösen der Impfnarbe in der oberen Region hingearbeitet werden.

Behandlung der Läsionsketten: Impfnarbe Deltamuskel

Hierfür muss zuerst die venöse Straße, die für die Entstauung des Deltamuskels verantwortlich ist, frei gemacht werden. Dafür führt man den Hautfaltentest zunächst am Sternoklavikulargelenk, danach am Corpus claviculae und zuletzt am Akromioklavikulargelenk durch. Wenn dabei Adhäsionen gefunden werden, müssen diese gelöst werden.

Wenn die Leber entstaut und die Klavikula „frei“ ist, dann kann mit der Behandlung der Impfnarbe begonnen werden. Die Läsionskette wird gelöst und die durch die Impfung unterbrochene individuelle Therapie des Patienten kann erfolgreich fortgesetzt werden.

Der Behandlungserfolg kann unter anderem über die Extension der Hand auf der jeweiligen Seite überprüft werden.

Eine detaillierte Beschreibung der Lebermobilisation findest du im Buch iXpending®.

TIPP!

Zur zusätzlichen Behandlung der Impfnarbe kannst du die K-Active® Relax Creme einsetzen!